Apfelkücherl

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Ein Schuss Bier gibt dem Teig den letzten Pfiff

Ein Schuss Bier gibt dem Teig den letzten Pfiff

Apfelkücherl sind knusprige goldbraune, mit Apfelscheiben gefüllte Gebäckstücke, die mit Zimt und Zucker bestreut werden. In Bayern gibt man zum Teig oft auch noch Bier hinzu. Apfelkücherl werden meist warm serviert, schmecken aber auch kalt. In manchen Regionen übergießt man sie mit erwärmtem Honig. Dazu passen Vanilleeis, frisch geschlagene Sahne oder Früchte.

Das Rezept war schon vor 2000 Jahren bekannt

Die Apfelscheiben in Teighülle sind schon seit 2000 Jahren bekannt und beliebt. In Mesopotamien wurde eine Rezeptur gefunden, die aus der Zeit von 140 v. Chr. stammt. Sie beschreibt einen Teig, der in siedendem Schmalz gebacken und anschließend mit Honig bestrichen wird. In römischen Kochbüchern findet man häufig Apfelscheiben im Teigmantel. Diese Rezepte wurden von Klosterküchen übernommen und im Alpenraum verbreitet. Durch die Milchwirtschaft gab es immer genug Milch, so dass Apfelkücherl jederzeit gebacken werden konnten.

Literaturtipps

Hasenöhrl und Kirmesfladen
Das Buch der Brauchtumsgebäcke mit 278 Rezepten

Eve Marie Helm
BLV Verlag, München, 1984