Bamberger Rauchbier

Rauchmalz sorgt für den besonderen Geschmack

Rauchmalz sorgt für den besonderen Geschmack

Das Bamberger Rauchbier ist ein untergäriges Märzenbier, es wird aber auch als untergäriges Lager-Rauchbier produziert. Daneben gibt es Rauchbier auch als Starkbier (Urbock) mit einem Stammwürzegehalt von 16,5 Prozent und als Weizen (dann jedoch obergärig). Die Farbe ist tief dunkel.

Zur Herstellung wird Rauchmalz verwendet. Dadurch erhält es einen stark rauchigen Geschmack, der an Schinken erinnert.


Um Rauchmalz zu gewinnen, wird das Grünmalz (also die angekeimten Getreidekörner) nicht in einer modernen Heißluftdarre getrocknet, sondern in einer Rauchdarre. Dabei zieht der Rauch durch das Grünmalz und verleiht ihm den charakteristischen rauchigen Geschmack. Das dafür verwendete Buchenholz aus dem Fränkischen Jura wird zuvor ca. drei Jahre gelagert. Der Prozentsatz des verwendeten Rauchmalzes hängt von der gewünschten Intensität des Rauchgeschmacks ab. Das genaue Rezept des Bamberger Rauchbiers wird von den ansässigen Brauereien gehütet und ist im Detail nicht bekannt.

Rauchbier passt perfekt zu deftigen Speisen

Bamberger Rauchbier passt gut zu Gerichten wie Tellerfleisch, Bamberger Zwiebeln, Blauen Zipfeln oder Schweinshaxe. In den Brauereigaststätten Schlenkerla (Heller-Bräu) und der Brauerei Spezial dürfen sich die Gäste außerhalb der Küchenöffnungszeiten zum Rauchbier auch selbst mitgebrachte Speisen wie heißen Leberkäse oder frische Kümmelwecken schmecken lassen. Diesen alten Brauch der Bierkutscher schätzen Einheimische wie Touristen.

Bayern blickt auf jahrhundertelange Brautradition zurück

Bayern besitzt die größte Brauereidichte der Welt - ca. 620 Brauereien gibt es hier. Die Qualität und das Ansehen von Bayerischem Bier sind vor allem auf die jahrhundertelange Brautradition zurückzuführen. In Bayern ist auch der älteste Nachweis des Bierbrauens in Deutschland zu finden: 1935 grub man in der Nähe von Kulmbach in Oberfranken Bieramphoren aus der frühen Hallstattzeit (800 v. Chr.) aus. Die älteste in Bayern noch bestehende Brauerei ist die Klosterbrauerei Weihenstephan. Offiziell wurde in Weihenstephan im Jahr 1040 n. Chr. mit dem Brauen begonnen. In diesem Jahr gelang es Abt Arnold, der Stadt Freising das Brau- und Schankrecht abzunehmen. Tatsächlich wurde die Braukunst in Weihenstephan aber schon 725 n. Chr. begründet, als der heilige Korbinian ein Benediktinerkloster auf dem Nährberg gründete.

Das Reinheitsgebot gilt auch heute noch

Herzog Wilhelm IV. von Bayern erließ im Jahre 1516 das bekannte Bayerische Reinheitsgebot. Dieses gibt bis heute vor, dass für Bayerisches Bier nur Wasser, Malz, Hopfen und Hefe verwendet werden dürfen. Aus dem geschroteten Malz und Wasser wird die Bierwürze hergestellt. Diese wird anschließend unter Zugabe von Hopfen gekocht, wobei der Braumeister durch die Kochdauer und Temperatur je nach Rezeptur die Stammwürze, d.h. die spätere Stärke des Bieres, festlegt. Anschließend wird die Bierwürze abgekühlt und in Gärbottiche abgefüllt. Durch die Zugabe von Hefe erfolgt die Vergärung des Malzzuckers zu Alkohol und Kohlendioxid. Anschließend reift das Jungbier eine bestimmte Zeit in Lagertanks, ehe es filtriert bzw. unfiltriert in Gefäße abgefüllt wird.

Kontakte

Verein zur Förderung der Fränkischen Braukultur e.V.
Sudetenstr. 27
91096 Möhrendorf
Telefon 09131/440872
www.braukultur-franken.de

Bayerischer Brauerbund e.V.
Oskar-von-Miller-Ring 1
80333 München
Telefon 089/286604-0
www.bayerisches-bier.de