Bayerisches Bier

Einzigartige Biervielfalt

Bayerisches Bier hat je nach Sorte einen feinherben bis malzaromatischen Geschmack. Bayerisches Bier wird ganzjährig getrunken, wobei der Hauptabsatzzeitraum in die Sommermonate fällt, wenn die Menschen im Schatten alter Linden und Kastanien im Biergarten Ruhe und Entspannung suchen. Die ganzjährig konsumierten Hauptsorten (Weißbier, Helles, Export) werden dabei durch saisonale Spezialitäten, wie Fastenstarkbiere in der Fastenzeit, den Josephi-Bock ab Mitte März, den Maibock ab Mitte April, leichte Sommerbiere in den heißen Monaten, Festbiere ab Mitte September oder die etwas stärkeren, oft dunklen Winterbiere, ergänzt. In Bayern gebrautes Bier wird aufgrund seiner einzigartigen Qualität auch weltweit exportiert. Bayern ist zudem eines der führenden Anbaugebiete für Braugerste, und die bayerische Region Hallertau ist das größte zusammenhängende Hopfenanbaugebiet der Welt.

Bayern besitzt die größte Brauereidichte der Welt - ca. 620 Brauereien gibt es hier. Die Qualität und das Ansehen von Bayerischem Bier sind vor allem auf die jahrhundertelange Brautradition zurückzuführen. In Bayern ist auch der älteste Nachweis des Bierbrauens in Deutschland zu finden: 1935 grub man in der Nähe von Kulmbach in Oberfranken Bieramphoren aus der frühen Hallstattzeit (800 v. Chr.) aus. Die älteste in Bayern noch bestehende Brauerei ist die Klosterbrauerei Weihenstephan. Offiziell wurde in Weihenstephan im Jahr 1040 n. Chr. mit dem Brauen begonnen. In diesem Jahr gelang es Abt Arnold, der Stadt Freising das Brau- und Schankrecht abzunehmen. Tatsächlich wurde die Braukunst in Weihenstephan aber schon 725 n. Chr. begründet, als der heilige Korbinian ein Benediktinerkloster auf dem Nährberg gründete.

Herzog Wilhelm IV. von Bayern erließ im Jahre 1516 das bekannte Bayerische Reinheitsgebot. Dieses gibt bis heute vor, dass für Bayerisches Bier nur Wasser, Malz, Hopfen und Hefe verwendet werden dürfen. Aus dem geschroteten Malz und Wasser wird die Bierwürze hergestellt. Diese wird anschließend unter Zugabe von Hopfen gekocht, wobei der Braumeister durch die Kochdauer und Temperatur je nach Rezeptur die Stammwürze, d.h. die spätere Stärke des Bieres, festlegt. Anschließend wird die Bierwürze abgekühlt und in Gärbottiche abgefüllt. Durch die Zugabe von Hefe erfolgt die Vergärung des Malzzuckers zu Alkohol und Kohlendioxid. Anschließend reift das Jungbier eine bestimmte Zeit in Lagertanks, ehe es filtriert bzw. unfiltriert in Gefäße abgefüllt wird.

Bayerisches Bier ist seit Juli 2001 als geschützte geografische Angabe (g.g.A.) gemäß der Verordnung (EG) 1151/2012 bei der EU eingetragen. Damit ist diese Bezeichnung in allen Mitgliedsstaaten der Gemeinschaft geschützt und darf nur von Erzeugern genutzt werden, die die Vorgaben des Einzigen Dokuments einhalten. Diese werden in einer jährlich von der Bayerischen Landesanstalt für Landwirtschaft aktualisierten Herstellerliste veröffentlicht.

Bayerischer Bauerbrund e.V.
Oskar-von-Miller-Ring 1
80333 München
Telefon 089/286604-0
www.bayerisches-bier.de