Fränkisches Kirschwasser

Bis zu drei Jahre Lagerung

Fränkisches Kirschwasser ist eine klare, sortenreine Spirituose mit fruchttypischem Aroma. In Franken liegt Europas größtes Kirschenanbaugebiet - die ideale Grundlage also für die Herstellung von Kirschwasser. Die Früchte werden zerstampft und einige Wochen zusammen mit Reinzuchthefe der Gärung überlassen. Die Kerne werden dazu teilweise entfernt. Unter Abtrennung des Vor- und Nachlaufs wird die vergorene Maische zunächst zu Rohbrand destilliert, welcher anschließend zu Feinbrand destilliert wird. Der Feinbrand wird mit Wasser auf Trinkstärke herabgesetzt, so dass der Alkoholgehalt des Destillats bei 38 Prozent liegt. Kirschwasser wird - je nach Qualität - bis zu drei Jahre gelagert.

1351 brachte der fränkische Apotheker Hieronymus Burkhard das Geheimnis des Weinbrandbrennens von einem Feldzug aus Italien mit in seine Heimat. Seitdem stellt man in Deutschland Branntwein her. Allerdings war dieses Recht zunächst den Apothekern vorbehalten, die den "gebrannt weyn" als Arznei nutzten. Aber auch in so manchen dunklen Kellern wurde Branntwein destilliert.

Im Allgemeinen wurde er vom Volk als Trank der Hölle oder eine Erfindung des Teufels bezeichnet, galt als Ursache jedes Lasters und war der beste Freund von Vagabunden, Tagedieben und zweifelhaften Gesellen.


Im 16. Jahrhundert vollzog sich der Wandel vom Heilmittel zum alltäglichen Getränk. Aufgrund des großen Obstvorkommens entwickelte sich eine feste Tradition in der Herstellung von Obstbränden. So existieren auch heute noch eine Vielzahl von bäuerlichen Kleinbrennereien und größere Veschlussbrennereien.

Fränkisches Kirschwasser ist eine nach Verordnung (EG) Nr. 110/2008 geschützte Spirituose.

Fränkischer Klein- und Obstbrennerverband e.V.
www.obstbrenner.de