Lindauer Obstbrandweine

Lindauer Schnapsler

In den Obstbrandwein kommt nur das beste Obst

Das Obst für die Lindauer Obstbrandweine kommt meist aus den eigenen Streuobstwiesen oder Obstgärten. Die Qualität eines Obstbrandes entsteht ausschließlich am Obstbaum. Der beste Brennmeister kann aus schlechtem Obst und somit minderwertiger Maische keinen guten Brand herstellen.

Beim Obst wird zwischen Pflückreife und Genussreife unterschieden.


Der optimale Zeitpunkt zum Einmaischen ist nach Erreichen der erwähnten Genussreife. Damit der Zucker für die alkoholische Gärung freigesetzt werden kann, muss ein Teil der Zellen durch die Gärung aufgespalten werden. Eine saubere, reine Gärung gelingt nur in geschlossenen Gärbehältern mit dem Gärspund. Dieses kleine Gerät verhindert den Sauerstoffzutritt zu der Maische und das Eindringen von unerwünschten Hefen und Bakterien. Die ideale Gärtemperatur liegt zwischen 15 und 20 Grad. Die Gärdauer, welche von Temperatur und Obstart abhängig ist, liegt normalerweise zwischen zwei bis drei Wochen. Um möglichst viel Fruchtaroma in den Brand zu bringen, wird in der abklingenden Gärphase (bzw. gleich nach dem Ende der Gärung) gebrannt. Bei traditionellen Brennanlagen wird zweimal gebrannt (Rauhbrand/Feinbrand). Beim ersten Brennvorgang werden Alkohol und diverse Aromastoffe von den festen Bestandteilen der Maische getrennt. Dies wird als Rauhbrand bezeichnet. Der Feinbrand wird durchgeführt, um den Alkoholgehalt zu erhöhen und den Rauhbrand zu reinigen. Der so entstandene Feinbrand wird mit Wasser auf Trinkstärke herabgesetzt. Der Alkoholgehalt des Destillats aus Obstmaische und Wasser liegt bei 38 Prozent. Es folgt eine Lagerung, die je nach Qualität bis zu drei Jahre dauert.