Most

Mit Wasser verdünnt stärkt er die Muskeln

Mit Wasser verdünnt stärkt er die Muskeln

Als Most wird in Bayern ein vergorener Fruchtsaft bezeichnet, der je nach Geschmack und Vorliebe aus roh gepresstem Apfelsaft oder alternativ aus einer Mischung aus roh gepresstem Apfel- und Birnensaft hergestellt wird. Früher wurde Most auf jedem Bauernhof, der einen großen Obstgarten hatte, hergestellt.

Das alkoholische Getränk wurde nach Feierabend oder bei schweren Arbeiten verdünnt getrunken, um die Muskelkraft zu stärken.


Auf Brauchtumsfesten durfte der Most als Hauptgetränk zu den Speisen nicht fehlen. Auch heute noch bieten Bauern zum Zeichen der Gastfreundschaft Gästen, Besuchern und Einkehrern ein Glas Most an.

In den Most kommt Apfel- oder Birnensaft

Für den Apfelsaft werden vorzugsweise säuerliche Apfelsorten verwendet. Für den Birnensaft existieren ebenfalls spezielle Sorten (z. B. Mostbirne), welche sich durch ihre Geschmacksnote hervorragend für die Mostherstellung eignen.

Die verwendeten Äpfel und Birnen werden zum größten Teil von Streuobstwiesen geerntet, welche naturnah bewirtschaftet werden und oftmals auch das gesamte Landschaftsbild einer Region prägen.


Zunächst wird der roh gepresste Apfelsaft bzw. roh gepresste Apfel- und Birnensaft (Mischungsverhältnis 1:1 oder 2:1) in Gärfässern angesetzt. Man lässt den Fruchtzucker vergären und den fertigen Most von den Trebern absetzen. Je nach Apfel- und Birnensaftzusammensetzung ist der Most unterschiedlich in Geschmack und Alkoholgehalt. Nach drei Monaten hat der vergorene Saft einen Alkoholgehalt ähnlich dem von Wein, er richtet sich aber nach dem Fruchtzuckergehalt des Saftes. Zuckerzusatz ist bei echtem Most verboten.