Münchner Bier

Im In- und Ausland beliebt

Der Begriff Münchner Bier umfasst alle Weizen-, Bock-, Märzen- und Pilsbiere, die in München gebraut werden. Das Wasser für die Herstellung des Münchner Bieres stammt ausschließlich aus der Münchner Schotterebene. Münchner Bier wird bevorzugt zur Brotzeit im Biergarten getrunken oder in den großen Hallen der Münchner Brauereien, die bis zu 1.000 Besucher fassen.

Darüber hinaus darf auf dem Münchner Oktoberfest nur Bier aus Münchner Brauereien ausgeschenkt werden.


Nicht nur in Deutschland ist das Münchener Bier beliebt, sondern auch weltweit. Münchner Brauer exportieren ihr Produkt in mehr als 140 Länder.

Die Geschichte des Münchner Bieres ist eng mit der Geschichte des Bayernherzogs Ludwig I. verflochten, der gegen Ende des 12. Jahrhunderts das Münchner Bier als Steuerquelle entdeckte. Bier wurde zur damaligen Zeit nicht nur als Getränk gesehen, sondern auch als Kraft- und Heiltrunk. 1487 erließ Herzog Albrecht IV. für die damalige Residenzstadt München eine Bierordnung, die zur Qualitätsbasis der Münchner Biere wurde. Das Reinheitsgebot wurde erst 1516 erlassen und galt für ganz Bayern - die Münchner waren ihrer Zeit also mal wieder voraus.  Zur Jahrhundertwende gab es 25 Brauereien in München, 1930 waren es noch zehn. Im zweiten Weltkrieg war München als eine der größten deutschen Städte eines der Hauptangriffsziele der Alliierten, und die Brauereien wurden fast vollständig ausgebombt. Der Wiederaufbau erfolgte dann nach den neuesten technischen Gesichtspunkten.

Bayern besitzt die größte Brauereidichte der Welt - ca. 620 Brauereien gibt es hier. Die Qualität und das Ansehen von Bayerischem Bier sind vor allem auf die jahrhundertelange Brautradition zurückzuführen. In Bayern ist auch der älteste Nachweis des Bierbrauens in Deutschland zu finden: 1935 grub man in der Nähe von Kulmbach in Oberfranken Bieramphoren aus der frühen Hallstattzeit (800 v. Chr.) aus. Die älteste in Bayern noch bestehende Brauerei ist die Klosterbrauerei Weihenstephan. Offiziell wurde in Weihenstephan im Jahr 1040 n. Chr. mit dem Brauen begonnen. In diesem Jahr gelang es Abt Arnold, der Stadt Freising das Brau- und Schankrecht abzunehmen. Tatsächlich wurde die Braukunst in Weihenstephan aber schon 725 n. Chr. begründet, als der heilige Korbinian ein Benediktinerkloster auf dem Nährberg gründete.

Herzog Wilhelm IV. von Bayern erließ im Jahre 1516 das bekannte Bayerische Reinheitsgebot. Dieses gibt bis heute vor, dass für Bayerisches Bier nur Wasser, Malz, Hopfen und Hefe verwendet werden dürfen. Aus dem geschroteten Malz und Wasser wird die Bierwürze hergestellt. Diese wird anschließend unter Zugabe von Hopfen gekocht, wobei der Braumeister durch die Kochdauer und Temperatur je nach Rezeptur die Stammwürze, d.h. die spätere Stärke des Bieres, festlegt. Anschließend wird die Bierwürze abgekühlt und in Gärbottiche abgefüllt. Durch die Zugabe von Hefe erfolgt die Vergärung des Malzzuckers zu Alkohol und Kohlendioxid. Anschließend reift das Jungbier eine bestimmte Zeit in Lagertanks, ehe es filtriert bzw. unfiltriert in Gefäße abgefüllt wird.

Münchner Bier ist seit Oktober 2007 als geschützte geografische Angabe (g.g.A.) gemäß der Verordnung (EG) 1151/2012 bei der EU eingetragen. Damit ist diese Bezeichnung in allen Mitgliedsstaaten der Gemeinschaft geschützt und darf nur von Erzeugern genutzt werden, die die Vorgaben des Einzigen Dokuments einhalten. Diese werden in einer jährlich von der Bayerischen Landesanstalt für Landwirtschaft aktualisierten Herstellerliste veröffentlicht.

Münchner Bier ist außerdem durch das nationale RAL-Herkunftsgewährzeichen geschützt. Das bedeutet, dass Münchner Bier ausschließlich aus Bayern kommen darf.

Bayerischer Brauerbund e.V.
Oskar-von-Miller-Ring 1
80333 München
Telefon 089/286604-0
www.bayerisches-bier.de


Verein Münchener Brauereien e.V.

Oskar-von-Miller-Ring 1
80333 München
Telefon 089/288631
www.muenchener-bier.de