Ochsengurgel

Traditionelle Herstellung

Ochsengurgeln sind eine traditionelle bayerische Spezialität. Nach einem alten Münchner Rezept wird aus Butter, Eiern, Zucker, Zimt, Salz, Mehl, sauren Rahm und etwas Zitronenschale das Schmalzgebäck zu einem festen Teig verknetet. Anschließend wird der ausgewalzte Teig in lange dicke Streifen geschnitten und um das Ochsengurgeleisen gewickelt. Mit einem Bindfaden werden die Streifen befestigt und in heißes Butterschmalz getaucht. Erreicht das süße Gebäck eine goldgelbe Färbung ist es bereit vom Eisen genommen zu werden. Bestreut mit Zimt und Zucker kann die Spezialität verspeist werden.

Seinen Namen erhielt das fertige Gebäck durch seine Ähnlichkeit mit einer echten Ochsengurgel. Früher wurden sie als Beilage zum Mittagessen gereicht. Nach schwerer körperlicher Arbeit brachte das fettige, schmackhafte Gebäck neue Energie und stillte den Hunger für lange Zeit. Erst später wurden diese zum Kaffee gegessen. Heutzutage sind „Ochsengurgeln“ vor allem bei älteren Leuten bekannt. Bei jüngeren Generationen führt der Name häufig zur Verwirrung. Diese denken, bis sie es probiert haben, an echte Innereien. Um das alte Schmalzgebäck wieder bekannter zu machen, sind bei Festen oft Essensstände zu finden, auf denen bayerische Landfrauen Ochsengurgeln vor Ort zubereiten.