Zwickelbier

Würzig, süffig und gut verträglich

Würzig, süffig und gut verträglich

Zwickelbier ist ein naturtrübes Bier, das nicht gefiltert wird. Eine Filtrierung ist nicht notwendig, da das Zwickelbier nicht lange gelagert wird, sondern meist nach dem Nachgärungsprozess frisch in Gastwirtschaften angeboten wird. Es ist ein sehr verträgliches, würziges und süffiges Bier, das aufgrund der noch vorhandenen und nicht filtrierten Hefebestandteile auch sehr gesund ist.

Seinen Namen verdankt das Zwickelbier dem kleinen Hahn zur Entnahme von Bierproben, der sich an jedem Gär- oder Lagertank befindet. Dieser Hahn wird in der Fachsprache der Brauer "Zwickel" genannt.


Zwickelbier ist heutzutage in ganz Bayern verbreitet. Ursprünglich stammt es jedoch aus Oberfranken, wo es auch heute noch hauptsächlich gebraut wird.

Bayern blickt auf jahrhundertelange Brautradition zurück

Bayern besitzt die größte Brauereidichte der Welt - ca. 620 Brauereien gibt es hier. Die Qualität und das Ansehen von Bayerischem Bier sind vor allem auf die jahrhundertelange Brautradition zurückzuführen. In Bayern ist auch der älteste Nachweis des Bierbrauens in Deutschland zu finden: 1935 grub man in der Nähe von Kulmbach in Oberfranken Bieramphoren aus der frühen Hallstattzeit (800 v. Chr.) aus. Die älteste in Bayern noch bestehende Brauerei ist die Klosterbrauerei Weihenstephan. Offiziell wurde in Weihenstephan im Jahr 1040 n. Chr. mit dem Brauen begonnen. In diesem Jahr gelang es Abt Arnold, der Stadt Freising das Brau- und Schankrecht abzunehmen. Tatsächlich wurde die Braukunst in Weihenstephan aber schon 725 n. Chr. begründet, als der heilige Korbinian ein Benediktinerkloster auf dem Nährberg gründete.

Das Reinheitsgebot gilt auch heute noch

Herzog Wilhelm IV. von Bayern erließ im Jahre 1516 das bekannte Bayerische Reinheitsgebot. Dieses gibt bis heute vor, dass für Bayerisches Bier nur Wasser, Malz, Hopfen und Hefe verwendet werden dürfen. Aus dem geschroteten Malz und Wasser wird die Bierwürze hergestellt. Diese wird anschließend unter Zugabe von Hopfen gekocht, wobei der Braumeister durch die Kochdauer und Temperatur je nach Rezeptur die Stammwürze, d.h. die spätere Stärke des Bieres, festlegt. Anschließend wird die Bierwürze abgekühlt und in Gärbottiche abgefüllt. Durch die Zugabe von Hefe erfolgt die Vergärung des Malzzuckers zu Alkohol und Kohlendioxid. Anschließend reift das Jungbier eine bestimmte Zeit in Lagertanks. Zwickelbier wird unfiltriert abgefüllt.

Kontakte

Bayerischer Brauerbund e.V.
Oskar-von-Miller-Ring 1
80333 München
Telefon 089/286604-0
www.bayerisches-bier.de