Hopfenernte und Karpfensaison

Im Monat September geht's zwei berühmten Spezialitäten "an den Kragen": Hopfen und Karpfen.

Hopfen ist das Multitalent der Bierzutaten.

Seine Erzeugung hat in Bayern eine lange Tradition. Bereits 860 nach Christus wurde der Hopfenanbau in der Hallertau erstmals urkundlich erwähnt. Knapp 1.000 Hopfenbaubetriebe produzieren auf einer Fläche von über 15.000 ha fast 30 verschiedene Hopfensorten, vom kraftvollen Hochalphahopfen (Bitterhopfen) bis zu den feinsten Aromahopfen.

Die Hallertau ist das größte zusammenhängende Hopfenanbaugebiet der Welt. Hier wachsen über 80 Prozent des deutschen Hopfens, der in über 100 Länder exportiert wird.
Eines der kleinsten, aber traditionsreichsten Hopfenanbaugebiete Deutschlands liegt rund um die Stadt Spalt. Hopfen hat auch hier eine lange Geschichte: 1538 wurde das Spalter Hopfensiegel als erstes weltweit eingeführt.

Karpfen gibt es immer nur in Monaten mit R.

Dass es von Mai bis August keinen Karpfen gibt, ist einer Hygienevorschrift aus früheren Zeiten zu verdanken: Wenn es heiß war, konnte man den Karpfen weder lebend noch geschlachtet transportieren.

Der Karpfen, mit seinem festen, fettarmen Fleisch, ist reich an Omega-3-Fettsäuren und Eiweiß. Die Vorfreude auf diese Saisonspeise (etwa September bis April) ist bei Fischfans riesengroß. Ob "blau" im Essigsud gegart, fränkisch in Mehl gebacken, als Filetstücke im Bierteig gewälzt oder als Suppe.

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