Bayerischer Blutwurz

Blutwurz-Likör

Ein bitteres Pflänzchen mit magenfreundlicher Wirkung

Der Bayerische Blutwurz ist ein herb-bitterer Likör, der aus der Wurzel der Blutwurz gewonnen wird. Diese kann man auch selbst im Frühjahr und im Herbst sammeln. Der Likör enthält neben den zerhackten Wurzeln weitere Kräuter und Beeren. Die Dosierung wird so angesetzt, dass die Gerbstoffe der Blutwurz mit anderen, natürlichen Zutaten ausgewogen werden. Dadurch erhält der echte Bayerische Blutwurz seinen charaktervollen, harmonischen Geschmack und die wohltuende, magenfreundliche Wirkung. Um das volle Aroma des Blutwurz genießen zu können, sollte man ihn bei Zimmertemperatur trinken. Brennend im Blutwurz-Pfännchen serviert, wirkt der Geschmack besonders kräftig und intensiv.

Bei der Spirituose Bayerischer Blutwurz handelt es sich um einen Kräuterlikör, der in Bayern und hier schwerpunktmäßig im Bayerischen Wald, traditionell aus der Tormentillwurzel – auch Blutwurzpflanze genannt – gewonnen wird.

Der Alkoholgehalt der trinkfertigen Spirituose beträgt mindestens 35 Prozent. Zur typisch rot-braunen Farbgebung tragen auch andere Zutaten wie Kräuter oder Fruchtsäfte bei. Geruch und Geschmack sind herb bis herb-bitter.

Bayerischer Blutwurz ist ein qualitativ hochwertiges Erzeugnis, daher wird für die Herstellung immer ein Mazerat der Tormentillwurzel verwendet. Eine einfache Mischung von qualitativ niedriger zu bewertenden Aromen findet nicht statt.

Ebenso werden bei der Herstellung keine Farbstoffe und andere Lebensmittelzusatzstoffe verwendet.

Die traditionelle Herstellung des Erzeugnisses hat einen ihrer Produktionsschwerpunkte im Bayerischen Wald – vor allem in den Genussorten Zwiesel und Viechtach. Aber auch in den bayerischen Voralpen und im Alpenvorland wird Bayerischer Blutwurz aufgrund des hiesigen Vorkommens der Wert gebenden Zutat produziert.

Die Blutwurz-Wurzel wird schon seit Jahrhunderten in der Volksmedizin gegen eine Vielzahl von Erkrankungen verwendet, darunter auch zur Behandlung von blutenden Wunden (daher der Name Blutwurz). Sie half zudem bei Durchfall und Ruhr, Hautausschlägen, aufgesprungenen Lippen, Quetschungen und Blutergüssen sowie Entzündungen im Mund- und Rachenraum. Die Wurzel wurde auch als klassisches Pestmittel verwendet und war in jedem Rezept gegen Pest und Cholera enthalten. Da sich die Wurzel rot verfärbt, wenn sie gebrochen oder zerschnitten wird, nutzte man sie zudem als roten Farbstoff. Heute trinkt man den daraus hergestellten Likör vor allem zur besseren Verdauung.

Der Bayerische Blutwurz ist eine nach Verordnung (EG) Nr. 110/2008 und (EU) 2019/787 geschützte Spirituose.