Fränkische Süßkirschen

Hochwertige Kirschen nicht nur für den Frischverzehr

Hochwertige Kirschen nicht nur für den Frischverzehr

In der Fränkischen Schweiz befindet sich das größte geschlossene Süßkirschen-Anbaugebiet Deutschlands. Der Anbau findet in klein strukturierten landwirtschaftlichen Familienbetrieben statt. Die Anbauflächen befinden sich an den sonnigen Steilhängen und den Hochplateaus der Fränkischen Schweiz im Landkreis Forchheim. Einzelne Erzeuger befinden sich in den Landkreisen Bamberg und Haßfurt. Der Anbau in den verschiedenen Höhenlagen bewirkt eine Blüte- und Reifeverzögerung von ca. zehn bis 14 Tagen. Die Kirschenernte ist zwischen Juni und Anfang August. In erster Linie werden geschmacklich und qualitativ hochwertige Kirschen für den Frischverzehr erzeugt. Industriekirschen in speziellen Sorten finden in der Konserven-, Marmeladen- und Joghurtverarbeitung Verwendung. Auch regionale Brennereien greifen vermehrt auf fränkische Brennkirschen zurück. Die zahlreichen Kleinbrennereien destillieren vielseitige, edle Obstschnäpse. In genossenschaftlichen und privaten Mostereien werden auf hohem Leistungsniveau Most und Säfte hergestellt. 

Genossenschaftliche Vermarktung

In den Erzeugerorganisationen in Iggendorf, Langensendelbach, Mittelehrenbach und Pretzfeld sind ca. 5.000 Obstbauern genossenschaftlich organisiert. Die Genossenschaft in Pretzfeld zählt allein knapp 800 Mitglieder. Zwar steigt - bedingt durch den zunehmenden Naherholungsverkehr - der Direktabsatz an den Endverbraucher, für die hohe Gebietsproduktion kann er aber keine Alternative zur genossenschaftlichen Vermarktung darstellen.